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Earth's day celebration

Tipps für die optimale Kompostierung

Obwohl der ganze Prozess etwas
komplexer ist, gibt es ein paar einfache
Fakten, die helfen können, den Komposter effektiv zu nutzen. Wichtig ist
dabei die richtige Kombination von
kohlenstoffreichem (Braunzeug) und
stickstoffreichem (Grünzeug) Material.
Im richtigen Verhältnis und zusammen
mit Luft, Wasser, Mikroorganismen
und etwas Zeit – normalerweise ein
paar Monate – reift Kompost, der
nach Wald duftet.
Effektiver Kompost besteht aus
ungefähr 25 bis 30 Teilen Kohlenstoff, gut vermischt mit nur einem
Teil Stickstoff. Es ist also also nicht
realistisch, aus einem gemähten
Haufen feuchtem Gras schnell Humus
herzustellen, weil dieser ein unzureichendes Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis hat. Es gilt zwar, dass bei zu
viel Kohlenstoff der Abbau des Komposts sehr lange braucht, andererseits
würde ein stickstoffreicher Kompost
aufgrund des freigewordenen Ammoniaks schnell zu stinken beginnen und zur Fäulnis neigen. Hier
einige Materialien, deren Kohlenstoffanteil im Vergleich zu einem
Teil Stickstoff sehr hoch ist: Blätter
(60:1), Tannennadeln (80:1), Zeitungen
(175:1), Pappkarton ohne Klebeband, Aufdruck, Klammern, etc. (350:1),
Hackgut (400:1). Stickstoffreiche
Materialien wären zum Beispiel Gartenabfälle (30:1), Heu (25:1), Essensabfälle (20:1), gemahlener Kaffee (20:1),
Grasschnitt (20:1). Das bedeutet, dass
kohlenstoffreiche Materialien wie
Laub immer mit stickstoffreichen
Materialien wie Rasenschnitt gemischt
werden sollen. Die Mikroorganismen
brauchen Sauerstoff und Wasser, um
die organischen Abfälle zu konsumieren, zu verarbeiten und somit in
Kompost umzuwandeln. Daher eignen
sich völlig luftdicht geschlossene
Behälter nicht zur Kompost-Herstellung. Kompostierung ist ein aerober
und anaerober Prozess, wobei der
Abbau bei anaerober Kompostierung
langsamer vor sich geht und schlechter Geruch entsteht. Feuchtigkeit ist
wichtig für das mikrobielle Wachstum. Zuviel Wasser behindert allerdings den Transport von Sauerstoff
zu den Mikroben und trägt somit
zum anaeroben Verhalten der Mikroorganismen bei.